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Text: Karolina Kardel

11.11.2016

Frei und zwanglos? Freiheitsdressur: Nur die Arbeit ohne Druck macht Spaß

Freiheitsdressur – für viele Pferdefreunde ist dies die Königsdisziplin. Und spätestens seit dem Kinofilm „Ostwind“, bei dem die Hauptdarstellerin Mika mit dem schwarzen Hengst Ostwind über die Wiesen tanzt und ohne alles auf seinem Rücken sitzt, ist diese Form des Pferdetrainings absolut in und hat viele Anhänger gefunden. Aber ist Freiheitsdressur wirklich so zwanglos?

„Wenn man das Seil abnimmt, bleibt nur eines: die Wahrheit“, hat Pat Parelli gesagt. Und er hat Recht: Die Freiarbeit ist eine tolle Möglichkeit, zu prüfen, wie Mensch und Pferd zueinander stehen. Sie zeigt, wie sehr ein Pferd bei seinem Menschen ist, ob es ihm vertraut und bei ihm bleibt oder ob es sich leicht ablenken lässt und wegläuft. Dies gilt jedoch nur, wenn das Training auch wirklich auf dem Prinzip der Freiwilligkeit basiert. Denn Freiarbeit bedeutet nicht automatisch freiwillig.

„Voraussetzung für die Freiheitsdressur ist eine vertrauensvolle Beziehung, Freude am gemeinsamen Miteinander, ein gegenseitiger respektvoller Umgang miteinander und ein gemeinsamer Sprachpool“, erklärt Ausbilderin Nicole Künzel aus Fuhrberg. „Der Mensch sollte sein Pferd lesen können, das Pferd wiederum die Signale seines Menschen verstehen können.“ Dabei sei es ganz gleich, ob es sich um einen sensiblen Warmblüter oder ein charakterstarkes Pony handelt, ist Künzel überzeugt: „Eine freie Kommunikation ist für mich keine Frage eines Pferdetyps, vielmehr wird hier die Beziehung zwischen Pferd und Mensch sichtbar. Reißt der rote Faden, wenn das Pferd frei ist? Ist die Kommunikation schon fein genug? Sind das Vertrauen und der gegenseitige Respekt vorhanden? Freie Kommunikation bedeutet für mich Beziehung - sie entwickelt sich aus einem guten Miteinander im Vorhinein ganz von selbst, bei jedem Pferd, welches Freude hat, mit dem Menschen gemeinsam zu sein.“

Vertrauen als Voraussetzung

Basis von allem ist also die Kommunikation – denn ohne eine gemeinsame Sprache können auch Respekt und Vertrauen nicht entstehen. Doch Pferde und Menschen sind unterschiedliche Wesen und ihr gemeinsamer Dialog hat eine unterschiedliche Ausgangsbasis. Das Hauptkommunikationsmerkmal des Menschen ist die Lautsprache. Pferde hingegen kommunizieren miteinander primär über ihre Körpersprache und reagieren sehr sensibel darauf. Sie nehmen den Muskeltonus ihres Gegenübers wahr, die Atemfrequenz und einen veränderten Augenausdruck. Dies ist wichtig, um als Fluchttier in der freien Natur zu überleben. In punkto Körpersprache sind sie dem Menschen damit weit überlegen und aufgrund der unterschiedlichen Anatomie wird der Mensch niemals die körpersprachlichen Möglichkeiten eines Pferdes erreichen können.

Die gemeinsame Kommunikationsebene oder, wie Künzel es nennt, der gemeinsame Sprachpool sollte deswegen vielmehr aus einer Symbolsprache bestehen. Wichtig ist hierbei, dass mit klaren und verständlichen Signalen gearbeitet wird. Nur dann versteht das Pferd, was der Mensch von ihm will und kann die geforderte Lektion ausführen. Diese Signale können sowohl akustisch sein – Pfeifen, Schnalzen, Klicken oder bestimmte Wörter – als auch körperlich – beispielsweise ein gehobener Arm oder ein Drehen des Körpers.

Die Signale sollten bereits im Alltag etabliert worden sein, für die freie Arbeit sind sie elementar. „Das Pferd muss schon aus Sicherheitsaspekten auf eine feine Hilfengebung unsererseits anhalten, wenn ich es möchte, rückwärtsrichten, sich durch eine Berührung in die Bewegungsrichtungen vorwärts, rückwärts, zur Seite dirigieren lassen und dies auch ohne Berührung. Es sollte gerne auf uns zukommen, wenn wir es einladen und auch unseren individuellen Raum akzeptieren, so wie wir diesen im Umkehrschluss auch ebenso respektvoll achten“, erklärt Künzel. „Versteht das Pferd uns in unserer Körpersprache, entwickelt sich die freie Kommunikation nach und nach von ganz alleine. Je besser wir die Pferdesprache sprechen, desto leichter fällt dieser Weg.“

 

Pferdesprache sprechen

 

Ein wichtiger Aspekt der Freiarbeit ist also die Arbeit des Menschen an sich selbst. Denn die gerät viel zu oft in Vergessenheit. Der Mensch muss klar sein in seiner Kommunikation, sich seiner Körperhaltung bewusst macht und daran arbeitet. „Oft versucht der Mensch über seinen Körper mit dem Pferd zu kommunizieren, gibt aber falsche Signale. Geht er zum Beispiel vor der Schulter des Pferdes bremst er das Pferd aus, obwohl er möchte, dass das Pferd schneller wird. Hier ist es dann unfair zu sagen, das Pferd gehorcht nicht. Wenn ich mit dem Pferd chinesisch rede, braucht man sich nicht wundern, dass es einen nicht versteht“, erklärt Uwe Jourdain aus Saterland, der sich als Experte für Freiheitsdressur und Zirzensik einen Namen gemacht hat.

Wichtig ist auch, dass der Mensch authentisch ist, weil nur dann die Kommunikation glaubwürdig sein kann. Ist er unsicher, signalisiert seinem Pferd aber der Ranghöhere zu sein, wird es ihn nicht als zuverlässig und vertrauenswürdig anerkennen. „Kommunikation beginnt dort, wo man sich gegenseitig zuhört, so sehe ich dies hier auch“, erklärt Künzel. „Das Pferd vertraut seinem Menschen zunehmend mehr, wenn er in seinen Augen die richtigen Entscheidungen trifft. Ein schöner Vergleich ist es wie ein Elternteil zu fungieren, ich höre mir deine Vorschläge an, reflektiere, hinterfrage mich, arbeite an unserer Kommunikation und sorge für deine Sicherheit in unserer Welt. Bleiben wir praktisch: Letztendlich muss das Elternteil an der Ampel Stopp sagen können, damit das Kind nicht über die rote Ampel läuft und überfahren wird. Mit Gewalt ein Pferd unterzuordnen ist hier aber nicht der Weg. Fair, klar und mit einem liebevollen Herzen ausgestattet zu sein sind Grundbedingungen, die ein Pferd hinter der Fassade wirklich spürt.“

Auch frei kann Druck aufgebaut werden

Doch nicht immer ist die Freiarbeit so fair und liebevoll, wie Künzel sie beschreibt. Denn auch ohne Strick und Halfter kann Druck aufgebaut werden – je nachdem, mit welcher Trainingsmethode gearbeitet wird. Laut Verhaltensbiologin Marlitt Wendt gibt es vier Trainingsoptionen, mit denen das Verhalten des Pferdes beeinflusst werden kann. Sie hat die vier Optionen unterteilt in positive und negative Verstärkung, also in die Arbeit mit Belohnung und die Arbeit mit Strafe. Diese beiden Formen stellen, je nach Art des Trainings, Grundlage der freien Arbeit mit dem Pferd dar, wobei, so ist Verhaltensbiologin Wendt überzeugt, der effektivste Lernprozess bei der positiven Verstärkung gegeben ist:

-          etwas Unangenehmes (Strafe) hinzufügen

-          etwas Unangenehmes (Strafe) beenden

-          etwas Angenehmes (Belohnung) geben

-          etwas Angenehmes (Belohnung) beenden

Beim Training mit negativer Verstärkung, mit der vor allem Anhänger der Dominanztheorie arbeiten, wird das Pferd bestraft, wenn es falsch reagiert oder es wird mit Druck eine Verhaltensweise eingefordert und erst, wenn das Pferd richtig reagiert, wird der Druck weggenommen. Erwartet der Mensch bei der Freiarbeit beispielsweise absoluten Gehorsam und kontrolliert mit Hilfsmitteln wie Gerte, Peitsche, Stimme und Körpersprache jede Bewegung des Pferdes, baut er psychischen Druck auf. Das Pferd lernt, dass es besser ist zu tun, was der Mensch fordert, weil es dann wieder angenehm wird. Die Folge: Das Pferd reagiert mechanisch und stumpft ab. „Diese perfektionierte Arbeit hat für mich nichts mit Freiheitsdressur zu tun, für mich ist das Domestizieren. Vor allem bei Shows sieht man häufig Pferde, die nur funktionieren. Da fehlen mir das Feuer und der Spirit. Außerdem ist dies keine Partnerschaft – in einer Partnerschaft darf das Pferd auch mal nein sagen“, sagt Jourdain. Und Künzel bestätigt: „Mit genügend Druck kann man auch Pferde dazu zwingen in der Freiarbeit zu funktionieren. Schön ist dies aber nicht anzusehen.“

Doch wie zwingt man ein Pferd zur Mitarbeit, wenn es doch ohne Seil jederzeit die Möglichkeit hat, wegzugehen? „Das Pferd ist von Natur aus bestrebt, Gesellschaft zu finden“, erklärt Jourdain. „Wenn ich es immer wieder von mir wegtreibe, kommt das Pferd unter Druck. Irgendwann wird es nachgeben und alles tun, um in Gesellschaft zu sein. So ein Pferd funktioniert zwar, es hat aber keinen Spaß. Deswegen sollte man immer nur so viel fordern, wie das Pferd bereit ist zu geben und sich immer fragen: Macht das Pferd mit, weil es der Mensch will, oder macht es mit, weil es Spaß hat?“

 

„Das Pferd muss Spaß haben“

 

Wer ohne Zwang arbeiten möchte, muss bei seinem Pferd zunächst die Erkenntnis wecken, dass es lohnenswert ist, beim Menschen zu bleiben und mit ihm zu arbeiten. Dies gelingt am besten über die positive Verstärkung. Mit Lob und Belohnung wird dem Pferd signalisiert, welche Verhaltensweise gewünscht ist und für was es sich zu arbeiten lohnt. Das Pferd wird dieses Verhalten immer öfter zeigen. Hierbei geht es aber nicht darum, das Pferd mit Futter zu bestechen, auch stimmliches Lob und ehrliche Freude sind eine Belohnung. Es geht darum, das Pferd positiv zu motivieren bei einem zu bleiben und die gewünschte Übung auszuführen. Das kann auch Künzel bestätigen. Sie arbeitet ebenfalls mit Lob in unterschiedlichster Form, sei es verbal, durch Berührungen oder auch mal mit Leckerlis. Doch die Reduzierung auf das Lob allein reicht ihr nicht, stattdessen gehe es um das Gesamtbild: „Allein eine aggressive Körperpräsenz kann Druck auf ein Pferd ausüben. Je klarer und feiner man von Anfang an mit einem Pferd kommuniziert, desto weniger Hilfsmittel sind nötig, um ein Pferd zu dirigieren.“

Zu den Grundlagen der freien Arbeit gehören klassische Übungen aus dem Horsemanship wie vorwärts, rückwärts, anhalten, seitwärts und auch das freie Longieren und Halfter und Strick. Um diese Basics zu festigen, empfiehlt Jourdain Führübungen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. So können beispielsweise Cavalettis, Agility Arbeit und Elementen aus dem Tellington-Training eingebunden werden. Stimmt schließlich die Kommunikation zwischen Pferd und Mensch und wurden die wichtigsten Signale in der freien Arbeit etabliert, kann die eigentliche Freiheitsdressur beginnen. „Dressur bedeutet ja grundsätzlich, dass ich die natürlichen Anlagen meines Pferdes auf eine Hilfe hin abrufbar mache, im Einklang mit meinem Pferd - so das von vielen Reitern und Ausbildern angestrebte Ziel“, erläutert Künzel.

Nicole Künzel bei der vertrauensvollen Freiarbeit. Foto: Antje Wolff

Von der freien Arbeit zur Freiheitsdressur

 

Zu den natürlichen Anlagen des Pferdes gehören neben klassischen Lektionen wie den Seitengängen und der Piaffe vor allem auch zirzensische Elemente wie der Spanische Schritt, Kompliment, Liegen und Steigen, die sich wunderbar in das freie Training integrieren lassen. Hierbei handelt es sich um natürliche Bewegungen, die unter Signalkontrolle gestellt wurden. Die zirzensischen Lektionen begeistern nicht nur bei Shows, sondern haben auch einen gymnastizierenden Effekt: Sie schulen das Gleichgewicht, fördern Kraft- und Muskelaufbau, dehnen und kräftigen verschiedene Körperteile und helfen so, die Gesundheit des Pferdes zu erhalten. „Ich schätze hierbei vor allem das Plié“, sagt Jourdain. „Beim Plié nimmt das Pferd den Kopf zwischen seine Vorderbeine und dehnt dabei den Rücken. Ich kenne keine andere Übung, die den Rücken so gut aufwölben lässt. Außerdem lernt das Pferd sich psychisch fallen zu lassen.“

Den großen Einfluss von Zirkuslektionen auf die Psyche des Pferdes vergessen viele. Ein Pferd, das sich ohne Zwang freiwillig hinlegt, vertraut dem Menschen und überträgt ihm die Rolle des Aufpassers. „Bei Showvorführungen sieht man häufig liegende Pferde, die unter großer psychischer Anspannung stehen. Dies erkennt man unter anderem daran, dass sie ihre Beine nicht vollständig auf dem Boden ablegen“, weiß Jourdain.

Wie lange es am Ende dauert, bis sich ein Pferd freiwillig auf einen Fingerzeig hinlegt oder steigt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Einem extrovertiertem Pferd oder einem mit hohem Blutanteil wird es aufgrund seines Temperaments sicherlich leichter fallen, Lektionen wie Spanischer Schritt oder Steigen zu lernen, als Pferden mit Kaltbluteinschlag. „Es kommt immer darauf an, woran das Pferd Freude hat und wo seine Talente liegen“, sagt Künzel. „Grundsätzlich fallen alle diese Übungen Pferden leicht, bei denen die Kommunikation stimmt. Dann entwickelt sich das Liegen beispielsweise ganz spielerisch aus einem Wälzen. Das ist ein Weg, den ich bevorzuge.“

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