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      Mautpflicht wird ausgeweitet

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Foto: Zachrau

11.12.2013

Neuer Stall, neues Glück?

Integration leicht gemacht

Ein Umzug bedeutet Aufregung und Stress für Mensch und Pferd. Damit alles möglichst reibungslos klappt, hilft eine umfassende Planung schon im Vorfeld weiter: Als Pferdebesitzer kann man einiges tun, um dem Pferd den plötzlichen Ortswechsel zu erleichtern.

Gerade weil jeder neue Stall unweigerlich Stress und somit eine Belastung für das Pferd bedeutet, sollte ein solcher Umzug gut überlegt werden. Beim Verkauf des Pferdes oder Umzug des Besitzers selbst ist ein Stallwechsel oft unvermeidlich. Anders sieht das aus, wenn persönliche Unzufriedenheit dazu führt, dass ein neuer Stall gesucht wird. Neben den eigenen Befindlichkeiten sollte man als Pferdebesitzer auch berücksichtigen, dass Pferde genau wie wir enge und tiefgehende Freundschaften mit Artgenossen schließen können. Solche Freunde sollten nie leichtfertig getrennt werden.
Ernste Beweggründe für einen Stallwechsel liegen immer dann vor, wenn das Wohlergehen des Pferdes durch mangelhafte Haltung, Fütterung usw. gefährdet ist. Persönliche Unstimmigkeiten mit dem Stallbesitzer oder anderen Einstellern hingegen sollten nach Möglichkeit in einem offenen Gespräch geklärt werden, ehe dem Pferd der Stallwechsel zugemutet wird. Dabei gilt natürlich grundsätzlich, dass auch der Pferdebesitzer sich in einem Stall wohl fühlen muss, in dem er seine Freizeit mit dem Pferd gestalten möchte.

Gut vorbereitet

Wenn der Umzug in einen neuen Stall feststeht, wird so mancher Pferdebesitzer mit Erstaunen feststellen, wie viel Kram und Krempel rund ums Pferd sich im Laufe der Zeit angesammelt hat. Halfter, Stricke, Putzzeug, Gerten, Sattel, Trense, Lappen, Schwämme, Fliegenschutz, Stallapotheke, Decken, Bandagen, Gamaschen ... Es kann sinnvoll sein, das meiste Zubehör bereits vor dem Pferdetransport in den neuen Stall zu bringen und dort einzuräumen, damit später genug Zeit bleibt, sich erst einmal in Ruhe um das Pferd zu kümmern.
Damit die Ankunft im Stall möglichst stressfrei gestaltet wird, ist es wichtig, dass das Pferd problemlos in den Hänger ein- und aussteigt und auch die Fahrt gut verkraftet. Verladetraining ist für jedes Pferd unverzichtbar und sinnvoll: Im Falle eines Falles muss auch der Weg in die Pferdeklinik im Hänger angetreten werden. Jedes Pferd sollte sich grundsätzlich problemlos verladen lassen!
Je weiter und anstrengender die Fahrt ist, desto wichtiger ist es, dass das Pferd sich in der ungewohnten Umgebung zunächst in Ruhe und nicht bedrängt von anderen Pferden umschauen, entspannen und erholen kann. Gerade nach langen Hängerfahrten sollte das Pferd nicht einfach in eine Box gebracht werden, sondern sich leicht bewegen, um die Muskulatur zu lockern. So kann es zunächst im Schritt herumgeführt werden, wobei sich nicht nur der Körper entspannt, sondern auch das neue Umfeld ausgiebig erkundet werden kann. Auf einem Paddock oder einer Weide kann sich das Pferd anschließend noch frei bewegen und auch in Ruhe wälzen – allerdings sollte es jetzt noch in jedem Fall von anderen getrennt sein.
Falls mit dem Stallwechsel auch eine Futterumstellung einhergeht, darf das nicht abrupt geschehen – sorgen Sie für einen kleinen Vorrat des gewohnten Futters, um die Fütterung nach und nach umstellen zu können.
Die nächsten Tage sollten der Eingewöhnung dienen, das normale Training des Pferdes steht jetzt zurück zugunsten eines Wellness- und Entspannungs-Programms. Ein Blick auf die Biographie des Pferdes ist sinnvoll, falls es nun in eine Herde integriert werden soll. Nicht jeder Vierbeiner verfügt über die notwendige soziale Kompetenz: Nach Jahren der Einzelhaft in einer Box ist es möglich, dass auch ein Herdentier mit dem direkten Kontakt zu seinen Artgenossen einfach überfordert ist. Gleiches gilt für alte oder geschwächte Pferde, die besondere Bedürfnisse haben.
Ein Wort noch zu Einstellerkollegen, Stallbetreibern usw.: Viele Menschen geben in solchen Situationen oft viele wohlmeinende Ratschläge. Überlegen Sie deshalb im Vorfeld genau, wie Sie vorgehen möchten, und lassen Sie sich nicht leichtfertig irritieren, wenn Sie nicht wirklich von diesen Vorschlägen überzeugt sind.

Herdenintegration

Immer wieder kommt es zu Verletzungen, wenn neue Pferde ohne Vorbereitung einfach in eine bestehende Gruppe entlassen werden. Leider ist diese Praxis in vielen Ställen immer noch verbreitet. Gerade, wer Wert auf eine artgerechte Haltung in der Gruppe legt, wird immer wieder mit diesem Problem konfrontiert, da viele Ställe eine gewisse Fluktuation aufweisen. So können auch Pferde betroffen sein, die eigentlich schon lange in die Herde integriert sind.
Wird ein Neuling einfach in die Herde entlassen, stürzen sich meist alle Pferde auf ihn. Dem ersten Quieken und Abschlagen folgt normalerweise ein stürmischer Galopp, bei dem der Neue letztendlich oft panisch vor der fremden Übermacht flüchtet. Dabei wird ausgeschlagen, gebissen und gedrängelt. So sind hier tatsächlich alle Pferde gefährdet. Auch besteht ein erhebliches Risiko, dass die wilde Jagd vor dem Zaun nicht mehr rechtzeitig Halt macht.
Um ein Pferd sicher zu integrieren, sollte das Kennenlernen Schritt für Schritt erfolgen. Ganz ohne Risiko bleibt eine Zusammenführung fremder Pferde auch dann nicht, doch können die Gefahren erheblich vermindert werden.
Das beginnt mit Sichtkontakt, gefolgt vom Schnupperkontakt. Dieser muss über eine sichere Einzäunung hinweg erfolgen. Gut geeignet ist ein stabiler Holzzaun mit abgerundeten Kanten. Falls ein Elektrozaun die Grenze bildet, sollte darauf geachtet werden, dass die stromführende Litze schnell reißt bzw. sich löst, falls ein Pferd mit dem Vorderbein hineintritt – das ist hier besonders zu beachten, da das Ausschlagen mit dem Vorderbein ein typisches Verhaltensmuster beim Erstkontakt ist. Eine stabile Kordel etwa, die entsprechend fest verankert ist, könnte schwerwiegende Verletzungen verursachen. Um Panikreaktionen zu vermeiden, muss gewährleistet sein, dass der Strom sofort abgeschaltet werden kann, wenn sich ein Pferd im Zaun verfängt. Ohne Strom allerdings bietet so ein Zaun nur begrenzte Sicherheit – idealerweise kommt man wieder auf den Holzzaun zurück. Für den Anfang kann auch ein kurzfristig installierter zweiter, nach innen versetzter Zaun für einen sicheren Mindestabstand sorgen.
So nebeneinander können die Pferde sich nun am besten über mindestens einige Tage, möglicherweise auch über einige Wochen hinweg kennen lernen und die erste Aufregung abbauen. Falls möglich, sollten die Herdenmitglieder Gelegenheit haben, auch am Kot des Neuankömmlings zu schnuppern: Das wird auf großes Interesse stoßen und trägt dazu bei, sich mit dem Fremdling vertraut zu machen.
Wenn das Nebeneinander-Laufen zur Selbstverständlichkeit geworden ist, kann unter Aufsicht damit begonnen werden, die Pferde einzeln zueinander zu lassen. Wenigstens die hinteren Hufeisen sollten dabei nach Möglichkeit entfernt werden. Wichtig ist eine große Fläche ohne schmale Engpässe und spitze Winkel, in denen ein Pferd leicht in die Ecke gedrängt werden kann. Die meisten Paddocks und Ausläufe etwa an Offenställen sind nicht geeignet, weil sie schlicht zu wenig Raum und zu viele Engstellen bieten. Die Weide sollte genug Platz bieten, damit die Pferde auch beim Fressen einen großen Abstand halten können, so dass sie nicht zwangsweise aufeinander treffen, sondern sich auch aus dem Weg gehen können.
Begonnen wird am besten damit, den Herdenchef als ersten mit dem Neuen zusammenzuführen – wenn der Chef das Pferd akzeptiert hat, werden sich auch die anderen normalerweise schneller seinem Urteil fügen. Für den Fall, dass die Situation trotz aller Vorbereitung zu eskalieren droht, sollten sich Helfer bereithalten, um die Pferde wieder zu trennen. Tag für Tag, Woche für Woche können nun mehr Pferde die Zaunseite wechseln, bis die Herde letztendlich komplett ist. Besonders schwierige Pferde, die bekannterweise bei Streitigkeiten untereinander schnell aggressiv reagieren, sollten immer erst einmal einzeln auf das neue Pferd treffen.
So zieht sich diese Kennenlern-Phase über mehrere Wochen hin, anstatt im Hauruck-Verfahren binnen fünf Minuten absolviert zu werden. Nicht nur das Verletzungsrisiko, auch der Stressfaktor und damit die mentale Belastung des neuen Pferdes (und aller anderen Pferde auch) ist auf diese Weise deutlich geringer.

Kommt Zeit...

Nach etwa zwei Monaten sollte die Herde grundsätzlich gemeinsam auf der Weide leben können. Gedrängte und enge Situationen können jedoch immer noch gefährlich werden. Viel zu oft wird der Zeitfaktor unterschätzt. Erst nach ungefähr sechs Monaten ist das neue Pferd in der Regel so sicher in seinem neuen Zuhause angekommen, dass es damit beginnt, sich aktiv in die Herdendynamik einzubringen und seinen Platz in der Hierarchie zu suchen, was erneut Unruhe mit sich bringt. Es kann ein Jahr und länger dauern, bis die Herdenstruktur sich wieder vollkommen stabilisiert hat. Eben deshalb sind häufige Stallwechsel für Pferde problematisch, die für ihr persönliches Wohlbefinden eigentlich auf ein sicheres soziales Umfeld angewiesen sind. Bei aller Liebe, bei allem Engagement kann der Mensch dieses Beziehungsgeflecht zwischen den Artgenossen niemals ersetzen.

 

Diesen Artikel lesen Sie exklusiv nur auf unseren Internetseiten.

Autorin: Britta Schön

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