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03.06.2014

Serviergeschirr für Pferde

Mauereimer

Sind Maurereimer dafür geeignet?

Sie sind praktisch, günstig und haltbar, die schwarzen Baueimer, die gerne zum Tränken oder Füttern der Pferde benutzt werden. Die Müslimischung oder das Spezialfutter für Pferde, der Wasserbottich auf der Weide, als reisetaugliches Gefäß bei Turnieren, die Maurerkübel, wie sie auch genannt werden, sind häufig in der Pferdepflege zu finden. Im Baumarkt oder Landhandel sind sie in verschiedenen Größen zu kaufen. Hergestellt werden diese Behälter für den Bau, als Servierschüsseln sind sie eigentlich nicht gedacht. Aber trotzdem Pferdefutter tauglich?

Kunststoffeimer sind, wenn die Tiere daraus gefüttert werden, mechanischer Beanspruchung ausgesetzt. Das Lecken des Pferdemauls, der Wechsel von Hitze und Kälte, wenn sie auf der Weide stehen, Abreibeprozesse, wenn Futter und Wasser die Kunststoffoberfläche aufrauen oder die Sonneneinstrahlung arbeiten am Eimermaterial. Es stellt sich die Frage, woraus besteht so ein Eimer? Welche Substanzen können sich da durch Gebrauch abreiben? Im schlechtesten Fall sogar in den Verdauungstrakt des Pferdes geraten und auf Dauer krank machen.

Martin Becker, Betriebsleiter  der Kunststofftechnik S&W GmbH. Sie produziert und vertreibt die Marke JOPA , einer der führenden Hersteller von Baueimern in Deutschland, ist seit 25 Jahren im Bereich Kunststoff tätig. Er beruhigt zunächst einmal: „Die allermeisten Eimer werden aus Polyethylen oder Polypropylen hergestellt, das sind Kohlenwasserstoffe, die kein Problem darstellen.“ Auch im Lebensmittelbereich bei Verpackungen oder Küchenutensilien sind diese Kunststoffe zu finden. Für Baueimer wird Regranulierungsmaterial verwendet. Das ist Recyclingkunststoff aus dem Inhalt der so genannten gelben Säcken und Kunststoffreste der Industrie. In Deutschland wird Plastik nach strengen gesetzlichen Regeln gesammelt und getrennt. „In der Regel sind in den gelben Säcken Kunststoffanteile aus dem Lebensmittelbereich, die von den Verbrauchern in Deutschland recht gewissenhaft getrennt werden“, beschreibt der Kunststoffexperte Becker die Qualität des Regranulats. Kunststoffe aus der Industrie, die zur Wiederverwertung genutzt werden, unterliegen strengen Richtlinien. Sie stammen aus nachvollziehbaren und kontrollierten Quellen. Es sei recht unwahrscheinlich, dass dieses Recyclingmaterial vor dem erneuten Verarbeiten grob verunreinigt ist, da es lückenlos kontrolliert wird. Martin Becker betont: „Das Material, das in Deutschland für den Recyclingprozess benutzt wird, ist so streng überwacht, dass man sagen kann: Aus Jogurtbechern werden Eimer.“

Wie sieht es mit der Farbe der Baueimer aus? In der Regel sind die Eimer schwarz. Schwarzer Kunststoff wird mit Ruß eingefärbt. „Wir hier in Deutschland verwenden für Baueimer synthetische Ruße, keinen Industrieruß“, so Becker. Synthetischer oder technischer Ruß ist gesundheitlich unbedenklich. Im Gegensatz dazu enthält Industrieruß würde alles an Schadstoffen, was, verkürzt gesagt, aus dem Schornstein gepustet wird. Das bedeutet vor allem Schwermetalle und Gifte, die gesundheitliche Schäden für Mensch und Tier bedeuten. Mit Industrieruß färben meistens noch Hersteller aus Osteuropa und Asien, so Martin Becker. Ein weiterer chemischer Bestandteil der Baueimer können polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sein. Dafür gibt es Grenzwerte, denn sie stehen im Verdacht, Krebs erregend zu sein. In ihrem Haus, so der Betriebsleiter, seien die Werte für PAK nahe denen von Babyspielzeug, erklärt Martin Becker.

Auch ein ebenfalls in Deutschland häufig vertretener niederländischer Hersteller für Maurergefäße, die Firma Berdal, setzt auf hohe Standards ihres Regranulatmaterials. Ron Laurentzen von Berdal Rubber & Plastics B.V. betont, dass Baueimer und Baukübel aus seinem Haus keine PAK-Schadstoffe enthalten und frei sind von Kadmium, Asbest oder sonstigen Fremdkörpern. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass er sie als nicht geeignet für die Tierfütterung hält. Damit geht er auf Nummer sicher. Denn bei dieser Warnung spielt er auf den sachgerechten Gebrauch der Produkte an. Berdal und Jopa können nach eigenen Aussagen für etwaige Erkrankungen bei Tieren, die aus Baueimern gefüttert wurden, nicht haftbar gemacht werden. Die Entscheidung und das Risiko, inwieweit die schwarzen Kunststoffeimer zur Fütterung benutzt werden, liegt somit beim Pferdehalter.

Also bewährte deutsche oder holländische Standards beachten und damit ist alles in Ordnung? Vorsichtig sollte der Pferdefreund dann werden, wenn Eimer aus osteuropäischem oder asiatischem Raum kommen. Abgesehen von der dort vielfach üblichen Schwarzfärbung aus Industrieruß, kann es ein berechtigtes Misstrauen gegenüber dem Regranulatmaterial geben. Seit einigen Jahren wird zwar Recyclingmaterial aus Europa dorthin exportiert und verarbeitet als Kunststoffprodukt wieder importiert, aber beigemischtes Regranulatsmaterial unterliegt nicht strengen Kontrollen. Da können, nach Aussagen von Kunststoffexperten in Deutschland, durchaus Batterien oder andere schwermetallhaltige Substanzen enthalten sein. Am Endprodukt ist verunreinigtes Recyclingmaterial nicht erkennbar. Es gibt keine Deklarierungspflicht für die Inhaltsstoffe von Baueimern. Zudem ist es für den Verbraucher schwer herauszufinden, woher die Baueimer, die hierzulande verkauft werden, kommen. Im Kunststoffbereich gibt es keine Deklarierungspflicht über Inhaltsstoffe oder Hersteller. Auch der Preis ist kein Kriterium für bessere oder schlechtere Qualität. Da Maurereimer und –kübel kein hohes Preisniveau haben, können auch Firmen, die Qualität anbieten, vernünftige Preise kalkulieren. Andererseits kann mit Billigware gutes Geld gemacht werden.

Der Feind Osteuropa oder Asien in der Kunststoffbranche? Deutsche Qualität gegen osteuropäische und asiatische Billigware? Eine Nordrheinwestfälische Firma, die unter anderem Tränkebecken für Pferde herstellt, setzt sich bewusst gegen Fertigungen aus „Billig-Lohn-Ländern“, wie sie es nennt. Für sie geht die Qualität des Kunststoffs in der Tierfütterung soweit, dass sie lebensmittelecht sein soll. Dirk Ringsdorf, Vertriebsleiter der Lister GmbH, ist in Sachen Kunststoffeigenschaften für den Fütterungsbereich klar: „Pferde bekommen Trinkwasser zur Verfügung gestellt, und deshalb sollte das Material, aus dem Tränken gefertigt sind, diese Qualität nicht beeinträchtigten.“ Kunststoffprodukte in der Tierhaltung und –pflege, sollen den gleichen Ansprüchen genügen. Nur so lasse sich sicherstellen, dass die Tränken für Pferde keine gesundheitlichen Bedenken in sich bergen. „Der Kunststoff, aus dem unsere Tränkbecken hergestellt werden, ist immer 1a Originalmaterial, überwiegend von namhaften deutschen Herstellern, kein Kunststoffmaterial aus Regranulat oder Regenerat. Hier sind wir sicher, dass wir keine schädlichen Substanzen in unserer Kunststoffprodukten zu haben“, erklärt Ringsdorf. Die verwendeten Kunststoffmaterialen sollten den Anforderungen des LFGB (Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch) genügen.Die Firma SUEVE aus dem süddeutschen Raum, ebenfalls Produzent von Pferdetränken, ergänzt noch den Aspekt des Tierschutzes. Ein Baueimer würde allenfalls bei Turnieren benutzt. Auf der Weide müssen Pferde sich selber mit Wasser versorgen können. Damit ist fließendes Wasser aus einer Wasserleitung gemeint, mit einem automatischen Ventil, dass sie bei Benutzung öffnet. Dort wird beim Thema Baueimer eher befürchtet, dass Pferdehalter unter Umständen die Behälter auf der Weide nicht regelmäßig füllen und den Tieren frisches Wasser zur Verfügung steht. Neben den schwarzen Maurereimern sind auf Weiden phantasievoll genutzte andere Gefäße zu finden: Zinkwannen oder alte Badewannen. Um „Teller und Tasse“ für Tiere wird nicht viel Aufwand betrieben. Vielleicht gelangt man an diesem Punkt bei einer noch wichtigeren Frage: Welche Qualität hat die Fütterung der Pferde? Gesund bleibt ein Pferd zunächst einmal durch regelmäßige Futtergaben und ausreichende Wasserversorgung.

 

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Autor: Ulla Evers

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