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Text: Karolina Kardel Fotos: Equipics

Gesundheitsprophylaxe: Was wirklich Sinn macht


Der Pferdebesitzer hat die Verantwortung für sein Pferd. Er hat dafür Sorge zu tragen, dass es artgerecht gehalten wird, dass es ausreichend Bewegung hat, dass es regelmäßig Futter bekommt und dass es gesund ist. Als Fluchttiere sind Pferde Meister im Kompensieren von Unstimmigkeiten und zeigen eine Erkrankung nicht immer sofort. Doch mit der richtigen Gesundheitsprophylaxe können schwerwiegende Krankheiten im Vorfeld verhindert oder zumindest rechtzeitig entdeckt und behandelt werden.

Während viele Menschen regelmäßig zum Arzt gehen, um sich einem allgemeinen Gesundheitscheck zu unterziehen, rufen die meisten Pferdebesitzer den Tierarzt erst, wenn ein Problem auftaucht. Dennoch gibt es ein paar Untersuchungen, um die kein Reiter herum kommt, wenn er sein Pferd gesund erhalten möchte. Dazu gehören unter anderem das Impfen, das regelmäßige Entwurmen, die Zahnpflege, eine ausreichende Mineralversorgung, die Stärkung des Immunsystems und die Kontrolle durch einen Chiropraktiker oder Osteopathen.

Impfungen

Impfen gehören für die meisten Pferdebesitzer zu den regelmäßigen Pflichtterminen mit dem Tierarzt. Und das nicht ohne Grund: Eine Impfung kann ein wirkungsvoller Schutz gegen schwere Erkrankungen sein. Dennoch scheiden sich beim Thema Impfen die Geister. Während es auf der einen Seite heißt, dass Impfen das Immunsystem angreife und zu schwerwiegenden Schäden führe und dass viele Impfstoffe so alt seien, dass sie gar nicht richtig wirken, heißt es auf der anderen Seite, dass ohne regelmäßiges Impfen viele Krankheiten häufiger ausbrechen und mehr Schaden anrichten würden.

„Die Tetanusimpfung ist bei jedem Pferd absolut notwendig. Diese muss alle zwei Jahre aufgefrischt werden“, meint Tierärztin Lisa Butterweck. „Die Influenzaimpfung ist ebenfalls sinnvoll. Bei einem Freizeitpferd reicht die jährliche Auffrischung, bei einem Turnierpferd muss diese allerdings halbjährlich durchgeführt werden. Das wird von der FN vorgeschrieben.“ Tierhomöopathin Sabine Müller kann diese Meinung nicht teilen. Sie steht den Impfempfehlungen von Herstellern und Tierärzten kritisch gegenüber. „Vielen Tierhaltern ist nicht bewusst, dass für Tierimpfstoffe andere Maßstäbe gelten als für Humanimpfstoffe. Die Anforderung an Tierimpfstoffe lautet: Sie dürfen nicht schaden und sie müssen eine Wirkung haben. Für den Nachweis der Wirkung reicht es aus, wenn sich Krankheitssymptome im Vergleich zu ungeimpften Tieren verringern. Der Nachweis wird durch den Hersteller selbst erbracht. Er legt auch fest, wie häufig die Impfung wiederholt werden soll. Unabhängige Studien, bei denen die Schutzwirkung, die eventuellen Nebenwirkungen und die Dauer des Impfschutzes untersucht werden, sind rar. Vor allem fehlen Feldstudien, die zeigen, ob die Impfung die Tiere auch unter ihren normalen Lebensbedingungen vor der Krankheit schützt. Für die Tetanus-Impfung gibt es Belege für eine gute Schutzwirkung. Eine Grundimmunisierung gegen Tetanus kann also sinnvoll sein. Eine aktuelle Untersuchung der Uni Leipzig aus dem Jahr 2015 bestätigt den lang anhaltenden Schutz, der mit mindestens acht bis zehn Jahren weit über das von den Herstellern empfohlene Impfintervall von zwei Jahren hinausgeht. Mangelnder Schutz ist besonders ein Problem der Influenza-Impfung. Die Influenza-Viren der Pferde verändern sich ebenso schnell wie menschliche Grippeviren. Die Impfviren aber sind viele Jahre alt. Der jüngste Virenstamm in aktuellen Influenza-Impfungen ist aus dem Jahr 2007.“

 

„Impfviren sind veraltet“

 

Diese Kritik kann Tierärztin Lisa Butterweck so nicht teilen: „In der Regel werden die Impfstoffe regelmäßig aktualisiert, sodass ein ausreichender Schutz gegeben ist. Bei dem Herpesimpfstoff ist aufgrund der häufigen Veränderung der Viren, der Schutz durchaus in Frage zu stellen. Die Herpesimpfung ist meiner Meinung nach nur bei Zuchtstuten sinnvoll, aufgrund eines möglichen Aborts. Diese muss halbjährlich wiederholt werden.“ Neben möglichen Fehlgeburten sind Herpesviren auch verantwortlich für Atemwegserkrankungen und Lähmungserscheinungen. „In einem Stall in Ohio erkrankten 122 von 144 Pferden“, berichtet Sabine Müller. „Alle Pferde waren nach Herstellervorschriften geimpft. In einem norddeutschen Gestüt verloren 2014 16 von 25 Stuten ihr Fohlen durch eine Herpes-Infektion. Auch diese Stuten waren korrekt geimpft.“ Wichtig ist es, das Immunsystem des Pferdes zu stärken. Einzig: Ein geimpftes Tier scheidet weniger Herpesviren aus als ein ungeimpftes. Deswegen gilt Herpes als Bestandsimpfung. Jedes Pferd im Stall muss geimpft sein, die Impfung einzelner Pferde bringt nicht viel.

Einen positiven Aspekt bringt regelmäßiges Impfen jedoch mit sich: Vor jeder Impfung nimmt der Tierarzt eine allgemeine Untersuchung vor, die insbesondere die Auskultation von Herz und Lunge umfasst.

Entwurmung

Auch das das regelmäßige Entwurmen ist wichtiger Bestandteil der Gesundheitsprophylaxe. Würmer sind Magen-Darm-Parasiten, die das Immunsystem negativ beeinträchtigen, indem sie dem Körper wichtige Stoffe rauben. Das Pferd wird anfälliger für Infektionen, weil das Immunsystem mit der Bekämpfung der Parasiten beschäftigt ist. Pferde können sich überall mit den Parasiten infizieren, auf der Weide, auf dem Paddock und auch im Stall. Insbesondere Wiesen, die nicht regelmäßig abgesammelt werden, stellen ein großes Risiko dar. Das infizierte Tier scheidet nämlich neue Wurmeier mit dem Kot wieder aus. Durch die kurze Entwicklungsdauer der Würmer kann dies zu einer erheblichen Kontamination der Weide führen und das Infektionsrisiko der Pferde erheblich erhöhen. Zu den typischen Weideparasiten gehören kleine Strongyliden (Palisadenwürmer), Bandwürmer und Magendasseln.

 

Kotprobe bringt Gewissheit

 

Doch eine gute Stall- und Weidehygiene allein reicht nicht aus, um die Infektionsgefahr zu minimieren. Deswegen ist die Gabe von Wurmkuren wichtig. Tierärztin Lisa Butterweck empfiehlt viermal im Jahr zu entwurmen. „Dabei ist zu beachten, dass ein regelmäßiger Wirkstoffwechsel eingehalten wird. Ende November/Anfang Dezember sollte das Pferd aufgrund der Magendasseln mit dem Wirkstoff Ivermectin und einmal im Jahr gegen Bandwürmer entwurmt werden.“ Um herauszufinden, wie groß die Infektionsgefahr ist und mit welchen Parasiten ein Pferd infiziert ist, ist eine Kotprobe vorab sinnvoll. Dabei wird die Eizahl der Parasiten pro Gramm Kot bestimmt. Liegt die Menge höher als 250, wird eine Empfehlung für eine entsprechende Wurmkur ausgesprochen. Somit werden nur Pferde entwurmt, bei denen Bedarf besteht. Auf diese Weise kann Resistenzen vorgebeugt werden. Lediglich Bandwürmer können über die Kotproben nicht nachgewiesen werden, deswegen sollte die Bandwurmentwurmung jährlich stattfinden. „Im Prinzip ist die selektive Entwurmung eine sinnvolle Methode, um einen Bestand im Bezug auf Endoparasiten zu kontrollieren. Allerdings ist die Ausscheidung der Wurmeier sehr unterschiedlich, sodass eine Kotuntersuchung negativ ausfallen kann, das Pferd aber trotzdem verwurmt ist. Daher ist eine Kotuntersuchung immer kritisch zu hinterfragen, zum Beispiel von wie vielen Haufen wurden Proben entnommen oder an wie viel aufeinanderfolgenden Tagen der Kot gesammelt wurde“, gibt Tierärztin Butterweck zu bedenken.

Damit ein Pferd bei der Entwurmung ausreichend Wirkstoff erhält, ist eine exakte Dosierung notwendig. Hierfür muss der Pferdebesitzer das genaue Gewicht seines Tieres kennen, um die Menge der Wurmkur dem Gewicht anpassen zu können. Ist die Wurmkur unterdosiert, besteht die Gefahr, dass die Würmer Resistenzen gegen bestimmte Wirkstoffe entwickeln.

 

Zähne

Die Zahnpflege ist essentiell für die Gesunderhaltung der Pferde. Sind die Zähne nicht intakt, kann ein Pferd nicht richtig fressen. Deswegen sollten die Zähne regelmäßig von einem Dentisten überprüft werden. Die meisten Pferd nutzen ihre Zähne beim Fressen nicht gleichmäßig ab. Dabei können Kanten entstehen, die mitunter sehr scharf sind und zu Verletzungen im Mundraum führen, die Kaubewegungen stören und das Fressen sehr anstrengend machen. Mögliche Hinweise darauf, dass mit den Zähnen nicht alles in Ordnung ist, sind Heuknäule beim Fressen, Gewichtsverlust, sehr langsames Fressen, schlechter Atem und Verletzungen im Maul. Ein weiteres Indiz für Haken ist, wenn der Unterkiefer bei geschlossenem Maul nicht oder nur schlecht hin- und hergeschoben werden kann. Doch auch ohne diese sichtbaren Hinweise sollte das Gebiss mindestens einmal im Jahr von einem Spezialisten überprüft und korrigiert werden. Denn nicht nur die lebensnotwendige Futterverwertung wird beeinflusst, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden und die Rittigkeit. „Im Kiefergelenk verarbeitet das Pferd sein ganzes Körpergefühl“, erklärt Inga Lösing, Fachtierärztin für Chiropraktik. „Solange die Zähne nicht ordentlich sind, kann auch das Kiefergelenk nicht locker sein.“ Doch nur wenn Kiefer und Genick locker sind, kann das Pferd beim Reiten korrekt untertreten und den Schwung, der von den Hinterbeinen erzeugt wird, über den Rücken bis nach vorne durchlassen. Der Unterkiefer ist über den Sternomandibularis-Muskel mit dem Brustbein verbunden. Ist der Kiefer fest und blockiert, dann hat dies Auswirkungen auf die Hals- und Genickmuskulatur und damit auf die gesamte Wirbelsäule sowie den restlichen Körper.

Chiropraktik

Die meisten Pferdebesitzer haben ihre Pferde, damit sie reiten können. Doch um zu gewährleisten, dass das Pferd überhaupt in der Lage ist, das Reitergewicht zu tragen, sollte ein- bis zweimal im Jahr eine chiropraktiksche oder osteopathische Untersuchung erfolgen. Dies verhindert außerdem, dass sich eine Bewegungseinschränkung manifestiert.

Beide Therapieformen gehen davon aus, dass der Körper an sich vollkommen ist und dass Gesundheit eine Art körperliches Gleichgewicht darstellt. Weil der Körper aber stets inneren und äußeren Einflüssen ausgesetzt ist, wird er leicht aus dem Gleichgewicht gebracht.

Bei der Chiropraktik liegt der Schwerpunkt auf der Wirbelsäule. Hier spielt das Verhältnis der Wirbelsäule zum Nervensystem eine ebenso wichtige Rolle wie die Funktion der Wirbelsäule im Rahmen des Bewegungsablaufes. Die Wirbelsäule hat eine Stütz- und Haltefunktion, schützt das Nervensystem und bietet einen Ansatzpunkt für Muskeln, Sehnen und Bänder, die das Körpergewicht stützen. Verspannte Rücken- und Halsmuskeln beeinträchtigen die Wirbelsäule und schon kleine Fehlstellungen und Blockaden in den Gelenken der Wirbelsäule können den Informationsfluss im Nervensystem und damit die Funktion aller Körpersysteme negativ verändern. Im Rahmen einer chiropraktischen Behandlung wird die Beweglichkeit der Gelenke des Körpers überprüft und gegebenenfalls wieder hergestellt. Der Chiropraktiker führt bei seiner Behandlung am betroffenen Wirbelkörper oder an den Wirbelfortsätzen einen kurzen, schnellen Impuls aus, der Fixationen und Verspannungen löst und zu einer Reharmonisierung des Körpers führt. Durch diese gezielten chiropraktischen Stöße, die sogenannten Thrusts, werden nicht nur Blockaden gelöst, sondern es werden gleichzeitig auch das Gleichgewicht des Organismus wieder hergestellt und die Selbstheilungskräfte aktiviert. Denn nur wenn das Nervensystem ordnungsgemäß arbeitet, können die Organe und das Gewebe des Körpers normal funktionieren und das Immunsystem richtig arbeiten. „Ganz selten komme ich zu einem Pferd, das gar nichts hat. Fehlstellungen können schon gleich bei der Geburt entstehen, man sieht das zum Beispiel, wenn ein Fohlen seinen Schweif schief hält“, erzählt Inga Lösing.

 

Körper ins Gleichgewicht bringen

 

Die Osteopathie betrachtet im Unterschied zur Chiropraktik den Körper in seiner Gesamtheit. Der Organismus besteht aus zahlreichen Strukturen wie den Knochen, den Muskeln, dem Gewebe und den Organen. Der Osteopath geht davon aus, dass jede Struktur einen gewissen Bewegungsraum benötigt, um optimal funktionieren zu können. Ist die Beweglichkeit eingeschränkt, kann es zu Funktionsstörungen kommen. Durch das Überprüfen der Bewegung kann der Therapeut eine Funktionsstörung und damit eine Schädigung der Struktur feststellen. Im Rahmen seiner Behandlung unterstützt er die Struktur, ihre ursprünglichen Bewegungen wiederzufinden. Hierzu nutzt er wie der Chiropraktiker manuelle Techniken und arbeitet ausschließlich mit seinen Händen.

Ob ein Pferdebesitzer einen Osteopathen oder einen Chiropraktiker rufen sollte, kann Inga Lösing nicht sagen. „Es gibt hier kein besser oder schlechter. Beide Therapieformen behandeln den ganzen Körper und beide stehen für manuelle Therapie.“ Wichtig sei nur, dass der Therapeut ausreichend qualifiziert ist.


Fütterung/Mineralien

Damit der Organismus im Gleichgewicht ist und das Immunsystem funktioniert, ist auch eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen, Elektrolyten und Spurenelementen wichtig. Mineralstoffe sind an den vielfältigen Stoffwechselprozessen des Pferdekörpers beteiligt. Sie werden unter anderem benötigt für die Regulierung des Wasserhaushaltes, den Zellstoffwechsel, ein ausgewogenes Säure-Basen-Verhältnis, die Blutgerinnung, den Aufbau von Knorpel und Bindegewebe, die Keratinbildung und den Muskelaufbau. Mineralstoffe können vom Körper selbst aber nicht hergestellt werden, sondern müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Fehlen sie, kommt es zu Mangelerscheinungen, die sich durch allgemeine Symptome wie Leistungseinbrüche, schlechtes Wachstum, dürftige Bemuskelung, Müdigkeit, spröden Hufen oder stumpfes Fell äußern. Ist ein Mineralstoffmangel bereits besonders ausgeprägt, lässt er sich durch ein Blutbild nachweisen. Eine der wichtigsten Aufgaben des Blutes ist die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts im Körper. Nur in seiner gleichbleibenden Beschaffenheit kann es pH-Wert, Wasser- und Elektrolythaushalt sowie die Körpertemperatur regulieren und der Körper die Funktion der Organe und des Gehirns gewährleisten. Deswegen ist der Organismus auch in Mangelsituationen bestrebt, die Zusammensetzung des Blutes konstant zu halten. Damit dies gelingt werden Mineralstoffe aus Depots wie Knochen, Muskeln oder Haut abgezogen. Fehlen dem Körper also Mineralstoffe, werden diese zunächst aus den vorhandenen körpereigenen Speichern abgezogen. Erst wenn diese Reserven weitestgehend ausgeschöpft sind, kann ein Mineralstoffmangel im Blut nachgewiesen werden. So äußert sich ein Zinkmangel beispielsweise zunächst in spröden Hufen und stumpfen Fell, ehe er im Blutbild zum Vorschein tritt.

 

Ein Blutbild bringt Gewissheit

 

Der zuverlässigste Indikator für einen Mineralstoffmangel ist zunächst einmal das Allgemeinbefinden des Pferdes und das Erscheinungsbild. Darüber hinaus ist es sinnvoll, in regelmäßigen Abständen ein Blutbild machen zu lassen. Tierärztin Lisa Butterweck empfiehlt die Blutuntersuchung bei einem gesunden Pferd alle zwei bis drei Jahre. Wichtig zu beachten ist aber, dass die Diagnose eines Mineralstoffmangels nicht allein über das Blut erkannt werden kann. Dennoch sollte sie regelmäßig erfolgen, weil so auch mögliche andere Krankheiten frühzeitig erkannt werden können. Insbesondere bei älteren Pferden empfiehlt es sich, einmal jährlich ein Screening durchzuführen.

Anhand des Blutbildes sollte außerdem das Mineralfutter ausgewählt werden. Denn viel hilft in diesem Fall nicht viel, weil nicht alle im Überschuss aufgenommenen Mineralien wieder ausgeschieden werden können. Stattdessen kann es zu Vergiftungen und Überbelastungen der wichtigen Organe wie Niere und Leber, zu Krankheiten und zu Stoffwechselstörungen kommen. Eine gute und artgerechte Alternative zu künstlichem Mineralfutter sind Kräuter, Baumrinden, Früchte und Wurzeln. Sie enthalten viele wichtige Mineralstoffe, Vitamine und Aminosäuren und können von den Pferden optimal verstoffwechselt werden.

Mit einer guten Gesundheitsprophylaxe kann jeder Pferdebesitzer Krankheiten und Stoffwechselstörungen vorbeugen und dafür sorgen, dass das Immunsystem stark und das Pferd leistungsfähig bleibt.   

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